Albumcheck | Die On The Dancefloor von Tyson

Tyson, ein britischer Künstler, der mit seinen 27 Jahren schon so einiges in seiner Heimat erreichen konnte, (schließlich ergatterte Tyson bereits im Alter von 17 Jahren seinen ersten Plattenvertrag) schickt sich nun an, sein erstes Soloprojekt „Die on the Dancefloor“ auch in Deutschland zu veröffentlichen. Seit gestern ist die Scheibe im Handel und ist geprägt von den 80ern. Um es mit genauen Worten zu sagen, es handelt sich bei seiner Musik um ein Revival der 80’s Dancefloor Mukke. 

Mit insgesamt 10 Songs versucht der Musiker seine Zuhörer zu beeindrucken. Dabei klingt seine Stimme und auch sein Sound wie eine Mischung aus Modern Talking, Prince oder auch Fancy.

Das Bild von Tyson auf dem CD Cover passt jedoch nicht so ganz. Hier könnten wir etwas schrilleres erwarten.  Wider Erwarten zeigt sich Tyson eher als gefährlicher Bursche, so dass es für Käufer der Platte doch etwas trügerisch sein könnte. Es handelt sich um kein Rap-Album.

Mit seinem „Die on the Dancefloor“ bedient sich Tyson sämtlicher Klischees der damaligen Dancefloor-Musik. Das kann man nun gut finden oder schlecht.

“Es ist eine Kunstform”, sagt Tyson über das Musikmachen. “Man muss seine  eigene Kunst verstehen und dabei bleiben und es ist völlig egal, was andere sagen, denn es gehört Dir. Wenn jemand ein Bild malt, geht ja auch keiner hin und sagt ‚mach mal hier einen roten Punkt hin‘. Das ist der Schlüssel und ich denke, dass viele Musiker dieses Ideal vergessen haben. Ich wollte immer nur das machen, worauf ich Bock hatte und das hat mir nie jemand erlaubt. Back Yard haben mir versprochen, dass ich genau das würde tun können.”

Auch wir sind hin und her gerissen von Tyson. Neben funkelnden Pop-Kitsch, dem zwar alter Sound zugrunde liegt, lassen sich neue Nuancen entdecken, die Tyson sehr gut in Szene zu setzen weiß. Doch Tyson’s Kopfstimme scheint in ihrem glasklarem Gewand nach kurzer Zeit nervenaufreibend.

Die 80s sind zwar back, allerdings war schon damals nicht jeder Stil hörenswert. Bei diesem Album müsst ihr etwas genauer hinhören. Schließlich schwankt das Werk zwischen „grottenschlechter Ohrenkrebs“ bis hin zu „tanztauglicher Partymukke“.

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