Albumcheck | Channel Orange von Frank Ocean

Hat der maschinenhafte Elektropop oder auch Eurotrash a la David Guetta nun endlich im Genre R’nB ein Ende gefunden? Wir hoffen es, schließlich haben wir diesen Stil schon seit einiger Zeit bemängelt. Schon das letzte Album von Beyonce war von einem anderen und leichterem R’n’B Stil geprägt, ebenso wie die Alben von Chris Brown und Usher. Obwohl es sich die letztgenannten Herren nicht haben nehmen lassen, einige Eurotrash-Songs auf ihre Longplayer zu packen.

Doch irgendwann hat die Masse keine Lust mehr, sich den immer wiederkehrenden Einheitsbrei auf die Ohren zu geben. Und so sind es die kleinen und feinen Werke, die sich heute in die Luft halten lassen, um zu zeigen, dass das Genre R’n’B noch lebt. Ähnlich wie bei Frank Ocean und seinem aktuellen Album „Channel Orange“. ENDLICH! Eine Wohltat für die Ohren. 

Dabei tritt der Longplayer derzeitig etwas in den Hintergrund, ist doch eine Diskussion über die sexuelle Orientierung des Künstlers losgetreten. Uns interessiert nun wirklich nicht, ob sich Frank Ocean zu seiner Homosexualität bekannt hat oder ob er eher dem weiblichen Geschlecht zugetan ist.

Das amerikanische Ausnahmephänomen schreibt derzeitig Songs für Kanye und Jay-Z. Zusätzlich verfasst Ocean Texte für Justin Bieber und hat noch Zeit seine eigenen Titel zu komponieren und aufzunehmen. Das Ergebnis auf „Channel Orange“ verschlägt einem den Atem. Frank Ocean ist bereits Kult. Er wird sicherlich einer der ganz Großen werden. Oceans Klangwelten wirken betörend und leicht. Ein tolles Werk, welches ihr euch unbedingt anhören solltet.

 

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