Albumcheck | Bretterbauer von Bretterbauer

Chipstüten und Castingshows, das ist nur was für 13-Jährige. Nicht unbedingt die Zielgruppe, welche die Band Bretterbauer erreichen möchte. Die Österreicher sind nicht nur Musiker sondern Sandkastenfreunde, Uraltkumpels sondern auch ehemalige Schulkameraden. 

Mit ihrem  gleichnamigen Erstlingswerk „Bretterbauer“ ziehen die vier Musiker nun unsere Aufmerksamkeit auf sich. Gehören wir also zur Zielgruppe? Ich denke schon. Mit scharfen deutschen (genialen) Texten treten die vier Jungs an. Dabei prollen sie ihre Mitmenschen an, bemängeln die derzeitig politische und gesellschaftliche Entwicklung und sind auch in Punkto Liebe „up to date“. Alles nur nicht Mainstream, so die Devise. 

Die Band gründete sich übrigens im Jahr 2009. Nach einer kurzen Entwicklungsgeschichte wurden 2008 und  2010 die ersten Singles veröffentlicht. Danach wurde kontinuierlich an dem Longplayer „Bretterbauer“ gearbeitet, der ab heute in den Läden steht.  Zur Albumproduktion wurde bewusst Vintage-Equipment eingesetzt. Deutlich hörbar ist daher der rohe und unverfälschte kantige Sound der Band.

Zusammen mit den erbarmungslosen Texten für 14 Songs ergibt das ein schickes Scheibchen Musik, welches beachtenswert ist. Wer jedoch ausschließlich rockiges Geklimper erwartet, wird enttäuscht sein. Bretterbauer können auch ihre sanfte Seite zeigen. Aber psst! Es soll doch keiner wissen.

Hey, Bretterbauer sind die Guten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.