Albumcheck | Barcelona von Freddie Mercury und Montserrat Caballé

Freddie Mercury, Gott hab ihn selig, war und ist für mich einer der bedeutendsten Künstler und Songwriter unserer Zeit. Viele seiner Kompositionen sind zeitlos. Die Songs von Queen werden noch heute hoch und runter gespielt. Als Farrokh Bulsara in Sansibar geboren, konnte sich Freddie Mercury mit seiner Band Queen sehr schnell einen Namen machen. 

Und obwohl der große Erfolg in den USA weitgehend ausblieb, gehen zahlreiche Hymnen auf das Konto von Queen. Wie auch der Song „Barcelona“. Nun, 25 Jahre nach der Erstveröffentlichung der Single wird der Longplayer  „Barcelona“ in einer komplett neuen Orchesterversion veröffentlicht. Ein Grund zum feiern. 

Im Übrigen wäre Freddie Mercury im September 66 Jahre alt geworden. Noch heute trauern seine Fans um ihn, schließlich hätte er uns sicher noch bis heute mit seiner Musik verzaubert. Doch seine musikalische Hinterlassenschaft wurde nie vergessen.

1992 fanden in Barcelona die Olympischen Spiele statt. Freddie Mercury war mit dem Komponieren des offiziellen Songs zu der Veranstaltung beauftragt worden und sollte ihn zur Eröffnungsfeier gemeinsam mit seiner Gesangspartnerin Montserrat Caballé performen . Leider starb er acht Monate zuvor. Und auch der Longplayer war sein letztes Soloprojekt. Die Single erreichte nach Freddies Tod den 1. Platz der Charts.

„Ich mache jetzt Oper. Vergesst Rock´n´Roll“, erklärte der Queen-Sänger im Jahr 1987.

„Barcelona“ wurde völlig neu instrumentiert, arrangiert und eingespielt.

Produziert wurde die Neu-Ausgabe von Stuart Morley, der bereits musikalischer Leiter des Musicals „We Will Rock You“ war. Er transkribierte die Songs von Hand und schrieb die Teile in eine klassische Partitur, damit sie für das Orchester besser umzusetzen waren. Neben Solisten wie David Garrett wurde die 80köpfige Prager FILMharmonic Orchestra einberufen, um das Werk einzuspielen.

Ein Aufwand der sich gelohnt hat. „Barcelona“ ist nicht wiederzuerkenn, hat aber dennoch nichts von seinem alten Charme verloren.  Auch Tontechniker Kris Frederiksson, der ein weiterer langjähriger Wegbegleiter von Queen war, konnte sein Bestes zum Entstehen beitragen.

„Barcelona“ ist sowohl als Einzel-CD als auch als 3-CD+DVD Ausgabe erhältlich. Auf der Einzel-CD ist ein zusätzlicher Bonustrack  von „How Can I Go On“ mit Violin-Solo von David Garrett enthalten.

Die 3-CD+DVD-Deluxe-Ausgabe (welche wir vorliegen haben) sprengt den Rahmen. Wir würden hier eine klare Kaufempfehlung aussprechen, denn die paar Euros mehr lohnen sich schon allein wegen des farbigen und aussagekräftigen Booklets. Hier finden sich Songtexte und massenhaft Fotos von Freddie, Montserrat und von dem Orchester. Zusätzlich enthält die CD-2 die B-Seite der Single: „Exercises In Free Love“ . Ferner gibt es Demo-Versionen und Alternate-Versionen. Die dritte CD beheimatet die neue „Barcelona“-Version in instrumentaler Form. Die DVD enthält Club-Performances aus Barcelona und Ibiza, neben dem Original-Video der Single.

Die neue Version von „Barcelona“ bietet das Rundumsorglospaket! Sehr gut umgesetzt! Klare Kaufempfehlung. Auch für Klassik-Fans.

 

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