EP-Check | Satellite Beaver: The Last Bow

Aus Polen kommen nicht nur Päpste, nur sind Satellite Beaver deswegen nicht ganz so bekannt, wie wie vielleicht sein sollten. Immer auf der Suche nach der tiefstmöglichen Stimmung, den dicksten Gitarrensaiten und größten Becken für’s Schlagzeug haben sie einen ganz eigenen Sound kreiert.

Man kreuze eine Harley mit einem tiefergelegten Staubsauger und erschlage es anschließend mit einem dieser fürchterlichen Laubbläser. So ungefähr, nur viel erfreulicher. Sehr viel erfreulicher. „The Last Bow“ macht Spaß.
Halten wir uns nicht mit Stilfragen auf. Stoner, Grunge, was auch immer, Hauptsache, es ist laut! Und die Musik der drei Warschauer hört sich in der Tat so an, als würden sie grundsätzlich gerne ausprobieren, wie viel das Equipment verkraftet, ohne vollständig abzurauchen.

Die vier Lieder auf der „The Last Bow“-EP, einer Art Resteeintopf (keinesfalls abwertend gemeint!) der letzten Jahre, klingen, nach Rauch, und im Kopf entsteht ein Bild von aus Verstärkern züngelnden Flammen, vor deren Kulisse drei Wüstlinge seltsame Dinge mit ehemaligen Musikintrumenten treiben.

Satellite Beaver sind definitiv Pflichtprogramm für alle, die nicht verkraften, was andere für schön halten, die ihre Frisur niemals fönen, weil ihre Frisur nicht wirklich eine ist, die mit Bierdosen um sich werfen und ungeniert herumrülpsen.

Das wäre Nirvana in wild, kreativ und undepressiv!

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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