Albumcheck | The Transonic Ford: Heatmoon

Der Mann, der sich C.T. Ford nennt, macht dies als sein Soloprojekt. Welche Schwelle oder Furt mit „The Transonic Ford“ überschritten wird, bleibt offen, eventuell die Grenzen verschiedener Musikrichtungen.

Die Idee kam dem Musiker während einer langen Fahrt auf der Autobahn und ist sowas wie ein musikalischer Roadmovie. Dazu passen vor allem die wichtigsten der auf „Heatmoon“ verbauten Richtungen, Blues und Folk amerikanischer Prägung, welche auch modernisiert den Geist der Hobos, der amerikanischen Wanderarbeiter, in sich tragen.

Mit einem kräftigen Überbau von fast-modernem Alternative sieht man den Hobo von einst, gewandelt zum gehetzten modern-mobilen Menschen, erschöpft durch die Lande brausen, dann wiederum blitzt das Bild des Gescheiterten auf, durch die Eintönigkeit össeliger Seitenstraßen zuckelnd, die Flasche in der Manteltasche.

Er versucht, sich in einer lauten Vergnügungsmeile zu erholen, ohne sich bewusst zu machen, dass auch das Vergnügen zu Stress geworden ist.

Das wäre eine mögliche Geschichte zu diesem Road Movie. Wenn Euer Geistiges Auge damit etwas anfangen kann, dann ist dies Eure Platte. Ohne einen Film hingegen ist das Album manchmal etwas zäh.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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