Albumcheck | Poets of the Fall: Temple Of Thought

Sie sind wieder da, die Indie-Alternative-Herbst-Poeten aus dem Mücken-Mekka Finnland, das musikalisch eben nicht nur Metal verschiedenster Abgefahrenheit und Seltsamkeiten wie Lordi und die Leningrad Cowboys zu exportieren vermag, sondern auch vergleichsweise breitentaugliche Bands.

Die Poets of the Fall gehören zu letzteren und versuchen weder möglichst wild zu sein noch möglichst lustig, vielmehr rocken sie alternative mit einem Timbre, das speziell aus der finnischen, menschenarmen Moorlandschaft zu  kommen scheint. Und präsentieren mit „Temple Of Thought“ ihr mittlerweile sechstes Album.
Ab dem kommenden Freitag könnt ihr das Werk in Saksa (=Deutschland) erwerben.  Die Poets of the Fall haben sich zu recht Zeit gelassen mit der Arbeit, denn das Warten hat sich gelohnt. Auf allen elf  Titeln von  „Temple Of Thought“ zeigt Marko Saaresto, welche Klangbreite er mit seinem Gesang abzudecken vermag, und alle elf Titel zeigen, wie kreativ sich Songs schreiben lassen. Von sphärisch-entrückt über recht rockig bis gerade noch unschmalzig.

Das mag an der recht verschiedenen musikalischen Herkunft des Sextetts liegen, Rock, Jazz, Industrial- das wäre bestens geeignet, um eine verwirrende Mischung zusammenzuschlampen, doch stattdessen wurde daraus quasi eine Legierung, kein Gemisch, sondern ein eigener Stil.

Nichts für „Böse Buben und Mädels“, aber für alle anderen hörenswert!

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

2 Comments

  1. nachgebloggt sagt:

    Das Album hat leider nur 11 Tracks. Dieser erste Satz sagt schon viel aus, denn mir hat das Album echt gut gefallen. Ich kenne die anderen Alben leider nicht, daher kann ich schwer vergleiche ziehen aber auf diesem Album war für Rock-Fans einfach alles vertreten. Langsamere Tracks zum nachdenklich werden, schnellere zum Abrocken und auch ein etwas seltsamere Track der etwas Psycho war und mir fast angst gemacht hat. Aber Spaß beiseite, das Album ist echt gelungen und der Erfolg der Band in Finnland und auch Europa absolut gerechtfertigt.

    • Schreckgespenster sagt:

      Bitte demnächst händisch einen Kommentar verfassen und nicht nur ein Zitat aus der eigenen Rezension. Danke!

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