Albumcheck | Path of Destiny: Parasite God

Thüringen, Anno Domini 2007: Im beschaulichen Städchen Saalfeld beschließen ein paar wilde Männer die kulturelle Szene um ein paar dort dringend gebrauchte neue Facetten zu bereichern: Sie gründen eine Metalband.

Heute, fünf Jahre später, liegt der Redaktion die im Februar erschienene zweite EP von Path of Destiny vor: „Parasite God“. Das klingt nicht gerade nach Kuschelrock, und das Cover sieht auch nicht nach Schmusebarden aus.

Und so kommt, was zu erwarten war: Nix für Mutti, nix für den Pastor. Du darfst nun nicht einmal mehr den Beichtstuhl betreten. Unter kosequentem Verzicht auf Balladen prügeln die fünf Musiker brutalen, aber melodischen Black-Death Metal zusammen, dass ein regelrechter Soundtrack zum Lieblings-Alptraum entsteht. Seltsam, dass sie bislang eine eher lokale Größe sind, denn da sitzt durchaus mehr drin.

Denn Path of Destiny verstehen ihr Handwerk recht gut. Eine breite Palette an genutzten, aber nie überstrapazierten Stilmitteln wie unisono geführte Passagen und ausgetüftelte Arrangements mit zurückhaltend eingeflochtenen elektronischen Klangerzeugern (gerne verpönt, hier aber maßvoll eingesetzt und verfeinernd wirkend) zeigen, was machbar ist und was uns vielleicht noch blühen könnte.

Man sollte sie im Auge Ohr behalten. Oder Heino hören.

ein paaar kostenlose: http://soundcloud.com/pathofdestinyband

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.