Albumcheck | My Ruin: A Southern Revelation

Düster und düster gewandet blicken die Eheleute Tairrie und Mick Murphy in die Kamera. Nicht, dass sie wirklich Gothic oder Black Metal erzeugen würden. Stattdessen kommt irgendwie Metal mit groovigen Passagen und schräg-harmonischen Soli heraus.

My Ruin bestehen nur aus diesen beiden, die sich für Auftritte natürlich Verstärkung mitnehmen, und hoffentlich ist es nicht ihr Ruin, dass auch sie wie mittlerweile etliche andere ihr aktuelles Album „A Southern Revelation“ zum Download anbieten- bezahlt wird freiwillig. Letzteres liegt aber durchaus im Interesse der Konsumenten. Dies sollte angesichts dieses Werkes allerdings recht hoch sein:

Zehn Titel, alle selbstgeschrieben (außer Mean Street am Schluss des Albums, das ist bekanntlich von Van Halen), gut vierzig Minuten Spielzeit und ein absolut gelungener Metal-Rock-Hybrid. Während Tairrie fast Metalcore-mäßig ins Mikrophon kreischt, um dann wiederum zur Rock-Röhre zu mutieren, tut ihr Gatte Mick vergleichbares mit der Gitarre, und ein Solo kann mal klingen, wie es Kirk Hammett von Metallica einst in einem Interview forderte- mit „süßen und dreckigen Stellen“, oder aber erdig und solide.

Von rabiat bis brutal ist alles dabei, und wenn man meint, nun müssten die Instrumente langsam kaputt sein, schaffen My Ruin plötzlich Raum zum Atmen.

Dennoch sind keine Stilbrüche zu erkennen- so verschieden die Elemente auch sind,  virtuos sind sie zu einer Einheit verschmolzen. Und nicht allein aufs Metal-Publikum fixiert.

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Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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