Albumcheck | Life is good von NAS

Mit seinem zehnten Studioalbum ‚Life is Good‘ zeigt Nasir ‚Nas‘ Jones nach vierjähriger Pause, dass er es doch noch drauf hat. Gerade die letzten Jahren waren für ihn nicht unbedingt von Höhepunkten geprägt.

So wie es aussieht wird dies wohl sein  letztes Album bei Def Jam sein. Es gab ein Haufen Streitigkeiten, so dass nicht nur Jay-Z seine Koffer packte, sondern auch  LL Cool J verließ das Boot.  Vor einem Jahr wurde Nas auch noch untersagt, sein ‚Lost Tapes Vol.2‘ zu veröffentlichen. Ein Unding, gerade die Fans ärgerten sich darüber.

Eine von den Fans gestartete Online Petition konnte nichts daran ändern. Zwischenzeitlich gab es da noch die Trennung von seiner (jetzt Ex-)Frau Kelis. Ferner machten Gerüchte die Runde, Nas hätte Steuerschulden.

Wie lässt sich also nun erklären, dass der Titel seines neuen Albums „Life is good“ heißt? Ganz einfach. Nas hat nie den Mut verloren und hat sich durchgebissen.  Nach 18 Jahren im Geschäft darf man sich schließlich glücklich schätzen, zumal Nas nie vergessen hat, wo er herkommt und dass er der Armut und der Gewalt der Straße entfliehen konnte.

Nas hat sich in den letzten Jahren verändert, was sich auch in seinem Musikstil wieder findet.  Die Deluxe Version, welche wir auf die Ohren bekommen, beheimatet insgesamt 18 Tracks, wovon 14 Titel von No I.D. und Salaam Remi produziert wurden. Ebenfalls mit dabei sind  Homie Swizz Beatz, Buckwild, Al Shux und J.U.S.T.I.C.E League.

Das beeindruckende Werk klingt zwar nach Nas, weil auch Nas drinne ist. Dennoch erscheint es, dass man hier weitergedacht hat. Und nicht bloß um die Ecke. So lassen sich sämtliche Songs mit einer Band sehr gut in Szene setzen. Was sicherlich auch dem Umstand zu verdanken ist, dass Nas in den letzten Jahren live mit einer Band unterwegs war.

Gelungen ist auch die Mischung aus Old und New School Sound. Nas hat immer noch etwas seinen Zuhörern mitzuteilen, egal ob es dabei um das Verhältnis zu seiner Tochter geht. Nas gibt sich gereifter und entdeckt neues musikalisches Land ohne dabei seine Wurzeln zu verleugnen. Vergleichen kann man dieses Werk mit seinen „alten“ Machenschaften jedoch nicht.

Hier stimmt einfach alles. Beats, Sound und Text passen wie die Faust aufs Auge. Kaufbefehl!

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