Albumcheck | Blackrout: Planet Fucked Dead

Der Kohlenpott ist eine Brutstätte für viele vielversprechende Bands, und ganz offensichtlich hat auch Bochum musikalisch mehr zu bieten als Herbert Grönemeyers Nölestimme.

Die sich nach eigenen Angaben 2008 gegründet habenden Blackrout sind ein tendenziell thrashender Vierköpfer, der sich auf seinen bislang erschienenen beiden EPs lieber Inhalten widmen, die auf den Nägeln brennen, als verflossene Liebe zu bejammern oder die Zerstückelung von Leichen zu beschreiben.

Dieses Jahr frisch auf den Tisch gelegt haben sie konsequenterweise eine EP mit dem Titel „Planet Fucked Dead“– da weiß der Hörer wo es langgeht. Die Themen prangern entsprechend diverse Missstände an. Ohne jedoch auf Humor zu verzichten.

Was jedoch auch den unpolitischen Hörer angesichts der dazugehörigen Musik nicht weiter stören sollte, denn auch die reine Musik von Blackrout ist hörenswert und alles andere als billiges Tralala.

Bei überwiegend hoher Geschwindigkeit spielen sie extrem sicher knüppelige Riffs mit dreschenden Drums, die ein solides, diffenenziertes Fundament dafür bieten, jenseits des Mainstream-Einheitsbreies. Wenn die live nur halb so gut sind wie auf der Konserve, dann sollte sich auch ein Konzert sehr lohnen!

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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