Albumcheck | Bevor es Iron Maiden gab, gab es The (Original) Iron Maiden: Maiden Voyage

Die Legende besagt, dass sich die gleichnamige spätere Metal-Band den Namen sowie das Outfit beim Besuch eines Konzertes des angeblichen Originals abgeguckt haben. Und so geschah, was geschehen musste: Die einen wurden Stars. Die anderen Beamte und Angestellte.

Die Beamten-und-Angestellten-Eisernen-Jungfrauen besannen sich nun, dass auf irgendeinem Dachboden noch ein paar vierzig Jahre alte Tonbandaufnahmenlagern, von damals. Und bringen diese am 27. Juli als „The (Original) Iron Maiden“ auf einer CD namens „Maiden Voyage“ auf den Markt.

Sofort offenbart sich, dass Name und Outfit nicht allein die Ursache für die unterschiedlich verlaufenden Karrieren gewesen sein können. Denn musikalisch haben beide Bands nicht allzuviel gemein. Die Band, denen die bekannteren Iron Maiden die Bezeichnung „The Bolton Iron Maiden“ genehmigt hätten, klingen nicht ansatzweise nach NWOBHM, vielmehr präsentieren sie sich als typische Gruppe des sich aus diverser Hippiemusik zu entwickeln beginnenden Hardrock, vergleichbar mit Free, UFO et cetera.

Durchaus ein Stück Musikgeschichte. Dessen Bedeutung fraglich sein mag- immerhin haben sie sich nicht durchsetzen können. Interessant sind The Original Iron Maiden jedoch allemal, auch jenseits von Legenden. Vielleicht gerade deswegen, weil sie nicht irgendwie spektakulär klingen, sondern irgendwie selbstverständlich. Da stört auch die für damalige Verhältnisse bescheidene Klangqualität nicht. Maiden Voyage führt ohne verfälschendes Remastering in die Vergangenheit.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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