Albumcheck | Admiral Sir Cloudesley Shovell: Don’t Hear It…. Fear It!

Nein, die Stereoanlage ist in Ordnung! Das englische Trio, welches sich nach einem Seehelden benannt hat, hat nur ausprobiert, was man alles noch so übersteuern und verzerren kann außer den eigentlichen Musikinstrumenten.

Sie sehen aus, als wären sie vierzig Jahre her, und auch die Instrumente sehen passend aus- ein Thunderbird-Bass ist wirklich ziemlich retro. Passend dazu die Musik- Siebziger-Hippie-Hardrock-Style mit eingerotztem Punk-Sound zur relativen Modernisierung. Oder höre ich noch eine Prise Black Metal dabei?

Zumindest würde der relative komprimierte Garagensound von Admiral Sir Cloudesley Shovell auch diese Assoziation erlauben. Allerdings kann eben dieser auf die Dauer gut die Nerven strapazieren, denn so schnodderig wurde auch damals(tm) nicht produziert. Wenn die menschliche Stimme andauernd durch einen Verzerrer genötigt wird, so dass sie klingt, als hätte der Sänger einen Elektrorasierer verschluckt, dann ist das spätestens beim dritten Titel nicht mehr originell, sondern ziemlich stressig. Insofern ist der Albumtitel Don’t Hear It…. Fear It! recht doppeldeutig-passend.

Doch dafür sind etliche geile Gitarrenriffs und -soli dabei, die den Staubsaugersound durchdringen können. Der Groove ist auch da. Die Substanz ist eigentlich recht solide. Der Gesamtklang jedoch ist Kacke. Entschuldigung.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.