Albumcheck | Abrahma: Through The Dusty Paths Of Our Lives

Bombastisch und dreckig ist der Einstieg, der Fuzz klingt überzeugend nach überlebt habenden Verzerrern und der Leidenschaft der frühen Siebziger in schmutzigen Seitenstraßen, die die Hektik einer Großstadt wie New York nur selten findet.

New York? Abrahma ist doch eine Pariser Band? Nun, man wird doch noch wild und ohne Verstand in der Gegend herumassoziieren dürfen. Verstand ist ohnehin eher ein Hindernis, wenn es psychedelisch wird. Am Besten lässt man sich einfach treiben.

Das am 20. Juli erscheinede Album „Through The Dusty Paths Of Our Lives“ enthält reichlich Musik, bestens geeignet für endlos improvisierte epische Soli beim Open Air, und fast durchgehend schnodderig klingend- doch dann kommt eine eher ruhige, fast klare Instrumentalpassage, die fast schockierend wirkt, oder auch eine nach bottlenecktraktierter Resonatorgitarre im Staubiger-Teil-unseres-Lebens-Blues-Country-Mülltonnensound, der später ins Indische abzudriften versucht. Dies alles ohne dabei extrem zu wirken.

Fazit: Hippiemusik. Aber gelungene solche.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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