EP-Check | Atlas Shrugged: The String Theory

Das mit dem das Himmelsgewölbe stützenden, schulterzuckenden Titanen und der sehr fortgeschrittenen Physik klingt zunächst furchtbar intellektuell. Doch keine Angst, davon merkt Ihr nicht so viel. In erster Linie wird Euch das Hirn aus dem Schädel gepustet, und dafür braucht’s nicht viel der Theorie.

Atlas Shrugged sind momentan vier (derzeit nach einem Bassisten suchende) nett aussehende Buben aus Utah, also da, wo die ganzen Mormonen wohnen tun. Die allerdings diese Musik sicherlich für unrein befinden werden. Zumindest klingt die im Februar veröffentlichte EP „The String Theory“ weder nach Physik noch nach heiligen Gebeten, sondern eher nach dem, was es auch ist: Metal. Hart, hässlich, laut! So muss es sein!

Auch Atlas Shrugged leiten, wie so viele, ihren Tonträger zunächst mit ein paar sanften Klängen ein, die mittlerweile international als Warnsignal gelten sollten, um daraufhin mit metallischen Riffs zu operieren, die die musikalisch umgesetzte Version einer Tiermehl-Mühle sein könnten. Sie scheuen sich auch nicht, mitten im Stück völlig „umzuriffen“, also zu Ostinatos vollkommen anderer Stilistik zu wechseln.

Für den sorgsamen Hörer ist die Musik gar eine Herausforderung- es gibt eine Menge zu entdecken. Oder die Tochter des örtlichen Pfarrers zu schockieren- oder zu verführen. Man darf auf jeden Fall  gespannt sein, was nach dieser EP noch kommen wird!

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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