Albumcheck | Suis La Lune: Riala

Der Mann muss furchtbare Schmerzen haben! Na gut, das hier ist Screamo, das darf auch wie die Leiden Christi klingen, während er genagelt wird.

Die aus Schweden stammenden Suis La Lune widmen sich also einem Genre, welches schon immer totgesagt wurde, und dann werden die auch noch so eine richtige Platte namens „Riala“ auf den Markt- wie kommerziell! Pfui!

Auch unter den Musikhörenden gibt’s Fundamentalisten, die in geradezu religiösem Wahn die einzige reine Leere vertreten. Die anderen hören das Zeug einfach und sind zufrieden damit und sch***en auf Label etc., Hauptsache, die Mucke stimmt. Stimmt sie?

Ja, kann man sagen. Der -ehem- Gesang erfordert  etwas Begeisterung für das Genre. Der musikalische Unterbau hingegen ist etwas breiter verständlich und ist weder zu kompliziert noch zu primitiv, man kann darin einiges an Feinheiten entdecken, zumal „Riala“ recht gut abgemischt wurde, verglichen mit manchem Klangmatsch.

Bewertung: Gesang gewöhnungsbedürftig, Emo/Screamo/WTF-Fans: kaufen! Andere: Reinhören lohnt sich.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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