Albumcheck | Ritchie Blackmore – Blackmore’s Night: A Knight In York

Wenn mir ein solches Album sogar als Privatmensch gefällt, dann bedeutet das schon etwas, bin ich doch extrem kritisch, wenn Alte Musik in Rockmusik gezwängt wird.

Doch die charmante Sängerin Candice Night und ihr angetrauter Ehemann Richard H. Blackmore (ja, der von Deep Purple früher, der „Smoke On The Water“ geschieben hat) zwängen gar nichts. Sie lassen Musik verschiedener Zeiten zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen, während sogenannte „Mittelalterbands“ Bruchtstücke nicht wirklich verstandene Musik dessen, was sie als Mittelalter betrachten (darüber lasse ich mich hier und hier aus) bis zum Abrauchen verwursten.

„A Knight in York“ klingt etwas glatter, fast möchte ich sagen: poppiger als seine Vorgängeralben, doch gereicht es der Musik nicht zum Schaden. Unaufdringlich verflechten sich Elemente der Renaissance (Über die Blackmore wie ich dank klassischen Gitarrenunterrichts geradezu zwangsläufig gestolpert sein dürfte) mit folkigen und  rockigen, doch nicht zu brachialen Anteilen, und über dem schwebt die Stimme seiner Frau, die auch die Ansagen macht- mit einer ausgesprochen erotisch wirkenden Stimme.

Entspannt lehnt man sich zurück.

Das ganze macht einfach Spaß- offensichtlich auch den Erzeugern der Musik und dem Publikum in der sehr sehenswerten alten Stadt York in England. Und selbst wenn ich Mitklatschen grauslich finde- es zeigt doch meistens an, dass die Mucke dem Volke zusagt!

Blackmore’s Night: A Knight In York erscheint übermorgen (29. Juni), auch mit DVD! Vorbestellen, kaufen!

 

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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