Albumcheck | Meroe: Sick Society

Der harte Rock der Achtziger ist die erste Assoziation zu dem, was die vier Münchener meinem Hörzentrum präsentieren. Das muss man sich erstmal trauen, ist doch diese Zeit auch geprägt von geschmacklichen Entgleisungen!

Meroe sind jedoch lange genug im Geschäft, um solche zu vermeiden. So mag  manches zwar an Van Halen, David Lee Roth oder die Scorpions (vor ihrer Selbstkastration durch den „Wind of Chance“) erinnern, doch spart man sich peinliches Gepose. „Sick Society“ ist geschmackssicher.

Das Gesamtergebnis ist allerdings ein wenig uneinheitlich. Wirklich überzeugende Gitarrenarbeit ist dabei. Das Songwriting allerdings scheint gelegentlich etwas allgemein gehalten und nicht recht Stellung beziehen zu wollen. Die Musik ist oft unspektakulär, obwohl eindeutig mehr drinsäße. Mehr Wildheit zu wagen würde bedeuten, sich mehr in des Hörers Hirn festzusetzen.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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