Albumcheck | Mangoo: Neverland

Das Label Small Stone Records hat wieder Beute gemacht. Diesmal ausgerechnet in Finnland, das eigentlich eher für durchgeknallte oder maligne Musik bekannt mehr ist als für die labeltypische Stoner-Psychedelic-Schiene.

Und in wenigen Tagen wird nun das neue Album von Mangoo erscheinen: „Neverland“. Und eingeleitet wird es von massiven Fuzz-Sound, der die Zeit wieder aufleben lässt, als man sich teure Effektgeräte nicht leisten konnte und daher selber aus irgendwelchen elektronischen Komponenten (wie zum Beispiel Rasierapparate) bastelte.

Doch macht die Band aus Turku nicht den Fehler, dies zu arg zu treiben, so dass der Sound zwar sehr selbstgemacht klingt, aber immerhin nicht so, als hätte man den guten alten ITT-Kasi zur Aufnahme in die Ecke der Garage gestellt.

Ein leichter, kaum merklicher Dunst von Grunge liegt in dieser Musik, so dass Mangoo zumindest  nicht ganz in den Siebzigern stehengeblieben zu sein scheinen. Manchmal wäre möglicherweise etwas weniger Pathos und dafür mehr Groove besser gewesen. Und etwas mehr piano-mezzoforte-forte-Zeugs. Mit „Neverland“ scheinen sich die Mucker vor allem auf den Kern der Zielgruppe zu konzentrieren, dennoch lohnt es sich auch für andere Freunde rotziger Gitarrenmusik, mal ‚reinzuhören.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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