Albumcheck | „Ich liebe mich!“ – Maila ist Sexy!

Von Frauen dargebrachte Rockmusik, noch dazu deutschsprachige, muss oft gegen Klischees kämpfen, um nicht immer mit Nena oder Ina Deter vertopft zu oder gar in die Schlagerecke zu Helene Fischer gestellt zu werden.

Die aufstrebende Combo Maila, die zu ihren Fans unter anderem Bernhard Hoëcker (u.a. „Genial daneben“) zählen dürfen und von Peter Hoffmann (u.a. Falco und Oli P.,  Entdecker der Windelrocker „Tokio Hotel„) produziert werden, tun jedenfalls ihr bestes. Und dieses kommt heute mit dem Debütalbum „Ich liebe mich“ in den Verkauf.

Sich zu den selbstbewusst-weiblichen Texten musikalisch zu positionieren gelingt dem Trio um Gitarristin, Sängerin und Chefin „Jessi“ Jessica Kutzscher eigentlich recht problemlos, wenn auch die Keyboards von „Jetzt und hier“ gelegentlich ins Schlagerhafte driften und die Ballade „Verstanden“ gerade noch so eben ungeschmalzt bleibt. Die Titel sind demungeachtet solide Ware mit dem bewährten Strickmuster || Strophe-gemäßigt | Refrain: ruppig ||, nur möchte man manchmal am liebsten den Menschen am Mischpult dazu zwingen, die Vocals von Jessi etwas höher zu drehen, damit sie nicht dauernd mit Hochdruck singen muss, sondern noch mehr zeigen kann, was ihre respektabe Stimme, die leider so ein wenig untergeht, noch mehr, viel mehr zu bieten hat.

Denn auch wenn sich noch einiges entwickeln lässt- die Mucke ist eigenständig und hörenswert! Falls man die Ansprüche nicht zu hoch ansetzt.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.