Albumcheck | Granell: Granell – ohne Latinorhythmen

Aus Brasilien kommen entweder typisch lateinamerikanische Klänge oder Sepultura. So weit, so Klischee, denn aus Brasilien kommen ebenso drei Independent-Pop-Musiker, die als Einfüsse unter anderem Jamiroquai, Tim Maia und  The Killers nennen.

Das selbstbetitelte Album der Band GRANELL steht bereits zum Download bereit- und kostet nicht einmal etwas. Ein Grund mehr für uns, hereinzuhören und es vorzustellen:

Die Stimme von Enio Torres hat Kraft und Ausdruck, sein Gitarrespiel ist scharf und präzise. Josué Torres liefert mit seinem gefühlvoll gezupften Viersaiter und zusammen mit den kreativen Drums von Lucas Medina ein stabiles Fundament dafür. Diese Grundlage ist vielversprechend.

Die Musik als solche ist gefällig, unaufdringlich-poppig und geht nicht auf die Nerven- doch könnte sie durchaus ein wenig auffälliger sein und mehr hervorstechen aus der breiten Masse als sie es bislang tut- sie frisst sich noch nicht richtig tief ins Gehirn, dass man sie nicht wieder loswerden könne.

Immerhin hat das Album von Granell den Vorteil, dass man die Musik immer und überall nutzen kann, ohne jemanden damit zu stören. Das Können der Musiker hingegen lässt auf mehr hoffen! Daher verzichte ich auf ein endgültiges Urteil- da kommt bestimmt noch etwas nach!

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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