Albumcheck | Expire: Pendulum Swings

Ich könnte mich kurz fassen: Solide Arbeit, angenehm brutal wie ein Schlag der eigenen Faust in die Fresse. Das erste komplette Album des sympathischen Hardcore-Quartetts aus Milwaukee überfährt Dich wie ein Monstertruck.

Dabei ist „Pendulum Swings“ nicht unbedingt innovativ, eigentlich fast konservativ. Fast. Expire lassen es kräftig rappeln, und ehe man sich versieht, ist schon wieder Ruhe im Karton. Du willst Hardcore? Fasse Dich kurz! Denn es ist schnell vorbei!

Konservativ“ bedeutet eigentlich „werteerhaltend„, und genau das bringt die Kapelle über: Das Album ist Hardcore wie aus dem Lehrbuch, und dennoch niemals öde! Mit offensichtlichem Vergnügen verkürzen die Buben die Lebensdauer ihrer Instrumente und vollbringen den Spagat, nicht zu überfordern mit irgendwelchen Verrücktheiten und dennoch spannend zu sein.

Wer hingegen etwas grundsätzlich innovatives haben muss, sollte die Finger davon lassen. Wer allerdings solides, bestes Handwerk mit Spaß an der Freud‘ sucht, der braucht die Scheibe unbedingt! (also alle)

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.