Albumcheck | Caro Josée: Turning Point

Eine laue Sommernacht in der vernebelten Bar eines kleinen Fischerhafens, roter Plüsch überall. Ein paar „Damen“ mit zu viel Makeup rauchen mit Zigarettenspitze, und auf einer kleinen Bühne spielt eine Band, was man eben so spielt, wenn es schon zu spät ist, überhaupt noch nach Hause zu gehen…

Dieses Bild setzt sich in meinem Kopf fest, während sich die vorige Woche erschienene neue Platte der Hamburgerin Caro Josée auf dem Teller meines virtuellen Grammophons dreht.  Diese Kneipe muss in der Nähe von Marseille sein, denn das Album „Turning Point“ enthält tatsächlich auch ein (natürlich gesungenes!) Rezept für eine Bouillabaisse, der legendären provençalischen Fischsuppe!

Es ist der Jazz, der aus der guten, alten Zeit zu kommen scheint. Entspannend und entspannt, mit einem kräftigen Schuss Soul darin. Keine Neuerfindung, das nicht, aber die Tradition mit Herzblut bewahrend, gesungen mit einer Stimme, so verrucht, dass sie in den Lenden kitzelt. Mit einer Band, die genau dieses Gefühl mitzutragen vermag. Meist getragen, doch nie ermüdend.

Einen Cocktail noch. Dieser ist dann aber wirklich der letzte.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

2 Comments

  1. Turning Point | Caro Support sagt:

    […] Band, die genau dieses Gefühl mitzutragen vermag. Meist getragen, doch nie ermüdend.” (Albumcheck) Tags: Turning […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.