Albumcheck | Bible of the Devil: For the Love of Thugs and Fools – Vergleichbar, aber nicht gleich

So satanisch, wie ihr Name suggerieren mag, sind die grimmig dreinschauenden Vier aus Chicago gar nicht. Alles sieht übelst nach Schwarzmetall aus. Doch aus den kommt nichts dergleichen, nichts, was auf gewohnheitsmäßiges Abhalten Schwarzer Messen mit Menschenopfern deutet.

Eher so lemmymäßiger Rock’n’Roll, bestens kompatibel mit der Anbetung nicht des Teufels, sondern der eigenen frisierten Harley. Nichts für alberne Riten, sondern zum unverkrampften Feiern bis zum Reihern, das ist Bible of the Devil!

Mister Kilmister würde sich freuen: Jemand macht, was er macht, ohne ihn nachzumachen. Das vor zwei Wochen erschienene Album „For the Love of Thugs and Fools“ ist beileibe nicht das erste dieser bösen Buben, und des Teufels Bibel erfindet auch den Rock’n’Roll nicht komplett neu. Aber sie misshandeln hingebungsvoll ihre klangerzeugenden Geräte und Körperstrukturen und erfreuen des Rockers Herz (und zerstören sein Gehör ;-))

Wer Motörhead mag, dem sollten Bibel of the Devil auch gefallen.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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