Albumcheck | Adrian Benavides: Same Time Next Life

Schwer, fast so schwer wie Doom wälzen sich die Töne aus den Lautsprechern und bedecken alles mit einer eigentümlichen Düsternis, die aus dem Künstler offenbar endlich hinaus musste.

Adrian Benavides, bisher immer eher hinter den musikalischen Kulissen tätig gewesen, ist bislang noch nicht als Solokünstler in Erscheinung getreten. Was sich nun mit „Same Time Next Life“  ändert. Und mit dieser Musik gewährt er einen tiefen Einblick in sein Seelenleben, in die verworrene Gefühlswelt eines Vaters, der vor zwei Jahren seine Tochter kurz vor der Geburt verlieren musste.

Die Musik transportiert nicht einfach nur Trauer. Sie beinhaltet Verstörung, Geschocktsein, Verzweiflung und machtlose Wut. Am Innenleben teilzuhaben ist kein leichtes, und es hinterlässt den Hörer irgendwie erschöpft und erschlagen von der Wucht des Eindruckes. Kein triviales Werk, aber hochinteressant und zu empfehlen.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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