Albumcheck | Spirit in the Room von Tom Jones oder auch Carlton tanzt ein zweites Mal

heute möchte ich an einer der legendärsten Szenen bei der amerikanischen Sitcom „der Prince von Bel-Air“ erinnern.

Einfach NUR GEIL! Das Lied, auf dem Carlton tanz, stammt von Tom Jones, dessen Album „Spirit in the Room“, ich heute vorstellen möchte. Doch kommen wir zurück auf den Song „It’s not unusual“, den der britische Künstler Tom Jones im Jahre 1965 veröffentlicht hat und zugleich die Spitze der UK-Charts erstürmen konnte. Obwohl der Track damals in den USA nur Platz 10 erreichte, sorgte Carlton mit seinem „Dance“ für erneute Aufmerksamkeit. Der Gastauftritt Tom Jones‘ im Jahre 1993 in der Fernsehserie Der Prinz von Bel-Air (Staffel 3, Folge 18) als Carltons Schutzengel sorgte allgemein für Aufsehen unter den amerikanischen und deutschen Serienfans. Quelle Wikipedia

Tom Jones startete also in den 90s wieder durch. Eine Zeit ist es ruhiger um den „Tiger“ geworden. Doch nun, wo man den Künstler eigentlich für einen abgehalfterten Musiker halten könnte, beginnt die Zeitrechnung für Tom Jones erneut.

Der Sänger ist älter und nachdenklicher geworden. Er macht nicht mehr auf Jugend, wie noch in den 90s, wo er tanzbare Hits herausgebracht hat. Doch Jones hat auf seinem neuen Album nichts von seinem Talent eingebüßt.

Tom Jones. Punkt. Jemand, der einfach ohne Doppelpunkt dastehen kann. Ein Künstler, der in seinem musikalischen Leben 39 Studioalben veröffentlicht hat; der zu den ganz Großen gehört, obwohl er nicht jedermanns Fall ist. Da fällt es schwer, sich neu zu erfinden. Man will nicht „altbacken“ klingen, man will sich immer noch selbst verwirklichen, man macht Musik, nicht nur weil sie laut ist, sondern weil man Spaß daran hat. Weil es Berufung ist.

So liefert Tom Jones ein sehr solides Album ab, was auch der jüngeren Generation gefallen dürfte. Tom Jones zählt 71. Lenze und  knüpft mit „Spirit In The Room“ an sein gospel-beeinflusstes Vorgängerwerk „Praise & Blaime“ an. Mit Erfolg und das nicht ohne hochkarätige Unterstützung.

Überrascht von der Feingliedrigkeit einzelner Text- und Songpassagen entfaltet das Werk seine komplette Güte und Freude nach mehrmaligen Ohrwaschgang.

Wenn ein Künstler nach all den Jahren in dem Business noch Musik macht gibt es eigentlich immer etwas zu meckern oder dementsprechende Vorurteile bestimmen das Hörbild. Diese sollte man tunlichst ablegen. Natürlich ist das Werk eher etwas für die gediegene Zuhörerschaft, dennoch bietet der Longplayer viele moderne Elemente, so dass zusätzlich auch Country-Fans auf ihre Kosten kommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.