Albumcheck | Sebel fordert auf, auf die Disco zu scheißen!

Der Typ da auf der Platte, der mit vollem Namen sehr holländisch klingend Sebel van der Nijhoff heißt, aber aus dem Ruhrpott kommt, sieht irgendwie aus wie ein durchgeknallter Bauer Landwirt. Und auf den Ersten Blick Ersten Hör klingt die vier-plus-eins-EP „Scheiss auf die Disco“ auch ganz lustig. Aber nur so lange, bis Du richtig zuhörst.

Denn so lustig ist es gar nicht, wenn Du das Gefühl hast, wegen der computergenerierten DSDS-Bohlen-Einheitsmucke kein Gehör mehr zu finden. So lustig ist es gar nicht, wenn Gefühl und Geschmack für Musik verkümmern in billigem Fast-Food-Sound, und wirkliche Kunst nicht mehr gewürdigt wird.

Lustig ist auch nicht das oberflächliche Kontaktverhalten vieler Leute, die sich gegenseitig zum One Night Stand abschleppen.  Und lustig ist auch nicht, wenn man nach jahrelanger Rebellion feststellen muss, dass man sich im Grunde genau nach dem sehnt, gegen das man einst so sehr aufbegehrt hatte.

Sebels  flapsige Titel auf „Scheiß auf die Disko“ täuschen arg. Und das ist auch gut so.

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Inhalt:

  1. Scheiss auf die Disco 3:15
  2. Wer soll das alles ficken? 3:40
  3. Wie deutsch kann man sein? 3:10
  4. B-Prominenz 3:45
  5. Scheiss auf die Disco live und akustisch 4:14

SEBEL on Tour:
13.06.12 Oberhausen – Zentrum Altenberg
14.06.12 Köln – Blue Shell
20.06.12 München – Ampere
21.06.12 Frankfurt – Das Bett
24.06.12 Berlin – Comet Club
07.09.12 Dresden – Ostpol

Festival-Shows:
29.06.12 Oer-Erkenschwick, SSBO Festival
29.-31.07.12 Paaren/Glien bei Berlin, Greenville Festival

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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