Albumcheck | Poems for Kui von Orph

Das Liebhaberlabel DevilDuck Records begrüßt in seinem erlesenen Künstlerkreis die Band Orph, die sogleich am 18. Mai ihr Debüt „Poems For Kui“ veröffentlichten.

ORPH erschaffen mit ihrer funkigen Folk-Pop-Indie-Mischung eine Phantasiewelt und erzählen faszinierende Geschichten aus dem Land O, einer Welt so vielfältig wie ihre Instrumente.

Doch das ist noch lang nicht alles. Das Quartett vereint die verschiedensten Stile und stellt unter Beweis, dass die vorherrschende Schubladen-Denke vieler Konsumenten absolut nicht mehr zeitgemäß ist.

ORPH spielen mit den Genres, so dass den Zuhörern schwindlig wird. Orph bringen Gewohntes durcheinander, jedoch ohne Verwirrung zu stiften. Sie haben einen unverwechselbaren Sound, der auf ganzer Linie nicht nur überrascht, sondern einem Sylvester-Feuerwerk dem Schliff geben könnte. Poetisch wird Kui besungen. Keine Ahnung wer oder was dieses Kui überhaupt ist.

„Da war diese Lücke, durch die wir sprangen. Und die gestohlenen Wolken schenkten uns einen fünfzehn sekündigen Traum, Verblendung, Mühsal, Irrglaube und Liebe waren von nun an unsere Gefährten. Am siebenundzwanzigsten Tag unserer Odyssee, des Ozeans schlechtes Benehmen hinter uns, nannten wir diesen Ort Kui. Und da war nichts was da wa(h)r – nur der Versuch und die Reise…“, heißt es da im Begleittext zur Platte.

Wikipedia schreibt über Kui auch nur über chinesische Dörfer. Aber seht selbst.  Zitat: „Kui (Chinese: 夔; pinyin: kuí; Wade–Giles: k’uei) is a polysemous figure in ancient Chinese mythology. “

So, viel schlauer sind wir jetzt auch nicht. Was wir allerdings wissen, dass sich „Poems for Kui“ zwar streckenweise etwas skuril anhört, aber irgendwie zum Thema passt. Anspruchsvoll und voller genialer Klangwelten kommt die Scheibe daher. Langeweile, ade! Immer wieder entdeckt man etwas Neues. Einige Songs können sogar zum Meditieren herhalten. Sie entführen den Zuhörer in sphärische Mikroorganismen der Musikwelt. Was in einem Moment noch ruhig und andächtig erscheint, wird im Folgenden ins Gegenteil gebeamt.

Der Ohrenzeuge begibt sich auf eine cineastische Reise, die weder Raum noch Zeit kennt. Feinsinnige Songzyklen schicken die Gedanken auf Wanderschaft. Da kann man sich fragen, wie will Orph das noch toppen? Es handelt sich schließlich um ihr Erstlingswerk.

Für die Redaktion von Albumcheck.de ist das Werk „Poems for Kui“ die Überraschung des Jahres.

 

ORPH – Live 2012:

  • 16.05. Weimar – E-Werk
  • 17.05. Hildesheim – Transeuropa Festival
  • 19.05. Mannheim – Maifeld Derby Festival
  • 24.05. Berlin – White Trash
  • 25.05. Leipzig – Noch Besser Leben
  • 27.05. Beverungen – Orange Blossom Special
  • 30.05. Berlin – Tanzwirtschaft Kaffee Burger
  • 31.05. Dresden – Societätstheater
  • 02.06. Schmölln – MusicClub am STAK
  • 23.06. Graal Müritz – Festival der Freundschaft
  • 24.-26.08. Hannover – Bootboohook Festival

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