Albumcheck | Panic von Caravan Palace

Electroswing scheint uns in der letzten Zeit sehr oft zu begegnen. Wie auch bei Caravan Palace, die wir mit ihrem zweiten Album  auf ihrem nächsten Abenteuer begleiten.

So sollen Caravan Place als die Apostel des Electro-Swing und die Vorreiter eines lässigen und doch optimistischen neuen Musiktrends gelten.  Ihr lang erwartetes zweites Album: Panic! ist nun auf dem Markt erhältlich.

Und wir betreten den Ohrwaschgang mit gemischten Gefühlen, haben wir doch erst von Parov Stelar ein herausragendes Werk des gleichen Genre vorliegen gehabt. Dementsprechend liegt die Messlatte hoch, da uns Parov Stelar mit seinem Werk „The Princess“ vollends überzeugen konnte.

Was Eletroswing ist, müssen wir ja niemanden mehr erklären. Das dürfte ansich für sich selbst stehen. Caravan stehen auf Swing, ganz besonders auf Gypsy-Jazz, und versuchen sich an den traditionellen Instrumenten des Genres: Gitarre, Kontrabass und Violine eine besondere Atmosphäre einzufangen und sie mit moderner Musik zu verbinden.

So entsteht eine ganz spezielle Mischung aus klassischem Django-Reinhardt-Sound und angesagten, erfrischenden Electro-Beats. Und das ist weitaus besser als all diese retro-futuristischen Sounds … weil es eben swingt. An sich eine nette Idee, wenn man auf Gypsy-Jazz abfährt. Technisch ist das Werk „Panic“ sehr gut umgesetzt und auch die Mixes erscheinen von kristalliner Struktur.

Doch Swing ist was für Jedermann, und auch das zelebrieren Caravan Palace mit einem sehr erfrischenden Sound, der zum mitwippen animiert. Im Gegensatz zum ersten Album, der noch mit simplen Rhythmus gespickt war, hat sich „Panic“ zu einem anspruchsvollen und abwechslungsreichen Sound entwickelt, der auch vor Trip-Hop-Elementen nicht halt macht. Ihre Liebe für chilligen Electrosound kann sich Caravan Palace ebenfalls nicht abgewöhnen, sondern lassen sie hin und wieder versteckt in kleinen Einzelteilen in dem Longplayer aufkommen.

Vintage ist Mode. Und Caravan Palace sind Vintage. Ebenso das Album! Nett gemacht!

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