Albumcheck | Metal, sehr „Black“, sehr norwegisch, sehr böse: FURZE – fünftes Album „Psych Minus Space Control“

Nein, es ist nicht das, wonach es aussieht! Nein, es spricht sich ähnlich aus wie „FÖRS“ und heißt übersetzt Stechginster! Und zum Lachen ist die düstere Musik von Furze auch nicht geeignet.

Die derzeit nur noch aus ihrem Gründer Woe J. Reaper bestehende Legende aus dem dunklen, kalten Norwegen hat nun Album Nummer vier, „Psych Minus Space Control“, fertig und schickt es am 11. Mai in die Regale. Es hat zwar nur fünf Tracks, aber die Dreiviertelstunde bekommt Furze damit voll!Das Album beginnt mit „Triad Of Lucifer“ und somit einem Instrumetalstück mit zunächst langsam aufgebauter Gruselstimmung, um sich dann für zwei, drei Minuten in eher harmlos-konventionellen Gitarrenriffs zu ergehen, die später dann sich zum Bösen bekehren. Das war’s dann allerdings auch schon fast, denn mangels wirklicher Solopassagen wälzen sich die vereinsamten Gitarren schwermütig und schwerfällig durch den Rest der Nummer.

Danach kommt schon das Fast-Highlight der Platte: „When Always Ready“ klingt, als habe man eine Black-Metal-Band für Woodstock gegründet, spacig, berauscht und weniger langatmig. Hier wird sogar gesungen! Der entstehende positive Eindruck wird jedoch vom folgenden Titel wieder niedergewalzt, der weiterhin ohne Solo und Gesang auskommen muss. Die Riffs werden hier zwar durchaus variiert, aber leider alles andere als spannend.

So zieht sich das Furze-Album weiter dahin, und wenigstens ich möchte mich nicht bei jedem einzelnen Stück wiederholen müssen.

Möglicherweise ist „Psych Minus Space Control“ jedoch etwas für Doom-Metal-Enthusiasten.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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