Albumcheck | Light Asylum von Light Asylum

Sie nennen sich Light Asylum und stammen aus Brooklyn. Das Synth-Goth-Duo von Light Asylum hat nun sein selbstbetiteltes Album veröffentlicht, auf dem sie sich anhören, wie eine Mischung aus New Order, Depeche Mode und Ultravox gepaart mit Old School Elementen und mit Human League Einlagen. Und irgendwie aus der Feder von VINCE CLARK. 

Das muss man auch erst einmal schaffen. Und egal wie sehr man das Genre Synth-Goth auch mag, so erscheint es, dass Light Asylum zwar ziemlich vielschichtig sind, aber stimmlich nicht besonders fit sind und sich viel zu vieler geklauter Elemente bedienen.

Dabei hat sich am Big Apple in den letzten Jahren eine hervorragende Musikszene entwickelt und es gibt viele, ja sogar sehr viele Bands, die in dem Genre einen Plattenvertrag weis Gott mehr den Plattenvertrag verdient hätten als Light Asylum. Technisch ist das Werk durchaus hörbar, aber nimmt man dem Duo die Elektronik weg, wird da nicht mehr viel übrig bleiben.

Sicherlich gibt es einige sehr interessante Titel, wie „IPC“ die den Zuhörer des Albums erwarten und die auf ihre Art und Weise dafür sorgen, dass sich das Publikum zappelnderweise bewegen…….aber so richtig dark ist anders. Zumal wenn man die guten Underground-Clubs der 80er und 90er kennt. Da klingen Light Asylum eher, als wären sie einem Kindergarten entsprungen. So manche deutsche Elektro-Pop-Band haben mehr episches Zeug drauf.

Der letzte Schliff zum Meisterwerk fehlt. Trotzdem ist die Platte durchaus hörbar und sorgt für Überraschungen. Je länger die Spielzeit dauert, desto besser werden die Lieder. Es scheint wieder Atari-Zeit zu sein. Ja, alles kommt daher irgendwie wieder. Auch nicht schlimm. Man, bin ich froh, ein Kind der 80er zu sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.