Albumcheck | Jazz – Wolfgang Muthspiel: Vienna Naked

Man kann  durchaus noch als Jazz definieren, was Wolfgang Muthspiel auf seinem neuen Album liefert. Oder auch als Pop. Geht alles. Der Mittvierziger lässt sich nicht immer so gut festlegen.

Vienna Naked“ kommt am fünfzehnten Mai in die Regale und sollte sich zumindest für Romatiker eignen, die einen schmusigen Barden für das Candlelightdinner zu zweit brauchen. Bisher verzichtete er aufs Singen. Warum, bleibt unklar.

Denn Wolfgang Muthspiel hat eine durchaus gefällige Singstimme, die mit einem Hauch von Rauch gewürzt ist, wie beispielsweise bei Sting, nur nicht so dominant. Prima geeignet für Pop. Und er wagt den Spagat, ohne eine richtige Band jazzig zu begleiten. Das Resultat ist, auch wenn ich das Wort gerade erst benutzt habe, gefällig. Mehr nicht. Auch wenn es nicht so schlimm ist wie bei Tom Liwa: Der Kick fehlt irgendwie, er wurde offenbar niedergekuschelt.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.