Albumcheck | Ignition Code: NewTek Lie

Metal, Mathcore und alles mögliche an weiteren Zutaten ergibt sowas wie Melodic Math Death Metal, dargebracht von Ignition Code. Einmal mehr eine Band, die den Verdacht erhärtet, dass die skandinavischen Metaller derbe Brutalitätskonkurrenz aus Italien bekommen!

Die Abruzzen sind eigentlich so schön, dass man ihnen gar nicht so etwas pöhses wie Metal zutrauen möchte. Der Italienische Traum des Wirtschaftswunderlades der Fünziger ist nun aber langsam ausgeträumt, denn statt schmetternder Barden wuchern dort zerschmetternde Wüstlinge wie Vinterblot, Tales of Deliria und eben auch Ignition Code, deren Debütalbum „Newtek Lie“ ab dem elften Mai erhältlich ist.

Der Start ist eigentlich gar nicht so schlecht. Die Rhythmen wirken nur bei sehr oberfächlichem Hören simpel, unter der Haube jedoch ist das Zeug etwas vertrackter. Im Gesamtklang kommt dies leider nur beim Schlagzeug wirklich gut zur Geltung, der Rest geht leider irgendwie unter, indem er sich selbst klanglich etwas im Wege steht.

Trotz der offensichtlichen Mühen, die die Fünf von Ignition Code in ihr Opus gesteckt haben, gebricht es „Newtek Lie“ deutlich an fühlbarer Abwechslung. Kreativer Tiefpunkt ist Titel Nummer fünf, „M.S.P.“, der sich am ehesten anhört wie eine vercorete Death-Metal-Schmalz-Ballade auf Speed im doppelten Sinne.

Schade eigentlich. Man hätte viel mehr daraus machen können. Allerdings gibt eben dies wiederum Hoffnung für den Nachfolger.

 

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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