Albumcheck | Brot der Woche von Wedding

Kommen wir nun also zum Brot der Woche. Nein, wir waren nicht beim Bäcker und haben uns das wöchentliche Angebot reingezogen. Bei „Brot der Woche“ handet es sich um eine CD von Wedding. Und zu sagen gibt es darüber folgendes:

Wedding ist neu, die Mitglieder sind erfahren, ihre Musik ist erwachsen und in Dekaden gereift. Wie ein guter Wein. 300 Jahre Lebenserfahrung und knapp 200 Jahre Schrammeln, Singen, Swingen und Rocken. Da muss sich ja einer sehr viel Mühe mit der Mathematik der Band gegeben haben.

Uns kann ja so leicht nix schocken. Skeptisch sind wir allemal. Nun ja, einige Songs des Erstlingswerks „Brot derWoche“ wurden bereits 1994 von Sänger Peter Behne und Gitarrist Uwe Arens in Berlin geschrieben. Also schon was länger her. Und spielen die ersten Töne an, fragt man sich, was die wohl geraucht haben müssen.

Ein bisschen Raggafuffin muss schon sein. Doch wer genau hin hört, erfasst nicht nur irgendwelche Töne die (für uns Deutsche) strange zusammengefasst sind, sondern die auch ein Konzept haben. Die Texte mit eingeschlossen.

Irgendwie ist alles so ungeschminkt und rau! Wirkt entschleunigt und dennoch hypefrei. Ma muss also schon ein wenig eintauchen, denn aus dem Raggafuffin kann auch ganz schnell mal der Django werden. Die Portion Witz kommt immer mit einer Art Ernsthaftigkeit daher. Zuhören angesagt.

So wechselt die Musik zwischen Auto- und Kneipenmusik ohne auch nur ansatzweise lächerlich zu sounden. Ungewöhnlich, aber erfrischend. Passend für Menschen, die ständig auf der Suche und unterwegs sind, aber dennoch immer ankommen.

Nettes Scheibchen und wohl portioniert!

 

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