DVD-Check | Rihanna Good Girl Bad Girl

Die meisten Nummer-Eins-Singles einer weiblichen Künstlerin im Jahrzehnt 2000-2010, den Europe Music Award als beste R&B – Künstlerin, die erfolgreichste digitale Künstlerin 2011 – Rihanna ist zweifelsohne eine der berühmtesten Solokünstlerinnen unserer Zeit.

Doch nicht nur der Erfolg hat Rihanna zu dem gemacht, was sie heute ist. Good Girl Bad Girl wirft einen Blick hinter die Kulissen und erzählt von Anfang an die berührende Geschichte einer zerbrechlichen und gleichzeitig ungemein starken Frau.

Auf der DVD „Good Girl Bad Girl“ wird die Biografie der Künstlerin in einem Dokumentarfilm gezeigt. Es wird über die armen Verhältnisse erzählt, in denen Rihanna aufwuchs und beschreibt zudem die wichtigsten Begegnungen und Erlebnisse, die zu Rihannas kometenhaften Aufstieg führten:

Wie das Schicksal sie zu Jay-Z führte, der sie nur wenige Stunden nach dem ersten Treffen unter Vertrag nahm. Wie sie sich gegen den Vergleich mit Beyonce sträubte, ihr Image vom unschuldigen Mädchen zum sexy Video-Star wandelte und was die Hassliebe zu Chris Brown in ihr auslöste.

Nun gut, der Lebensweg der Sängerin ist allgemein bekannt. Ebenso der Umstand, dass die junge Künstlerin jedes Jahr ein neues Album veröffentlichen soll. (Zumindest sieht es wohl ihr Management so). Schon ihr letztes Album „Talk that Talk“ reichte nicht mehr an die bisherigen Erfolge der Musikerin heran. Schade eigentlich, denn eine gewisse Begabung kann man ihr schon zuordnen.

Die Dokumentation „Good Girl Bad Girl“ sollte eigentlich ein glanzvolles Erlebnis für jeden Fan sein. Doch auch die zeigen sich von der DVD enttäuscht. Zu bemängeln gibt es die Laufzeit der DVD, die lediglich den Dokumentarfilm zeigt. Wer nicht unbedingt Fan der Sängerin ist, wird es schwer haben, ihren Weg nachzuvollziehen, denn nicht sämtliche Songs sind jedem Zuschauer bekannt. Hier hätte man sich zusätzliche Features, wie Musikvideos, gewünscht.

Die Produktion der Doku ist zwar gelungen, hinterlässt allerdings auf Grund der vielen Drittkomentare über Rihanna einen faden Beigeschmack. Auch hier wäre Authentizität besser zur Geltung gekommen. Und was sollen bitte diese komischen Interviews mit den Eltern, die mal eben zwischen Tür und Angel (an einem Flughafen, soweit ich das beurteilen kann) geführt wurden?

Das Werk besitzt zu wenig emotionale Tiefe. Es wird lediglich beschrieben, wie sehr Rihanna unter ihrem Alkoholabhängigen Vater gelitten haben soll, sie aber dennoch einen guten Kontakt zu ihm habe und sie trotz allem eine glückliche Kindheit gehabt haben soll. Eine leichte Verzerrung der wirklichen Geschichte, die im Übrigen nicht nur Rihanna sondern viele bekannte Künstlerinnen betrifft. Zumindest kann man hier ein gewisses Schema entdecken.

Armes kleines Mädchen, dass unter dem Streit der Eltern zu leiden hat, entweder Vater oder Mutter gewalttätig und dem Alkohol nicht abgeneigt. Dieses Mädchen zieht raus in die große weite Welt, um ihr Glück als gefeierter Star zu finden. bla, bla, bla… nachdem das niedliche Image aufgebaut wurde und sich Erfolg einstellt, passiert etwas GANZ schreckliches, ……. bis das nette Mädchen zur Sexbombe mutiert und bla, bla, bla……

Sorry, aber die Story ist bereits sowas von ausgelutscht.  Und ähnlich präsentiert sich dieser Dokumentarfilm, der lediglich auf grund seines niedrigen Preises erworben werden sollte. (Dies auch nur von Hardcore-Fans) Rihanna selbst kommt selten zu Wort, ihre bisherige Musikkarriere wird (bis auf den Vorfall mit Chris Brown) übertrieben glanzvoll dargestellt. Alle lieben Rihanna, bla, bla, bla und der letzte macht das Licht aus.

Schade, wirklich schade!

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