Albumcheck | Whom do you see? von Facelift

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Mit Musik kleine Geschichten zu erzählen; das ist nicht unbedingt einfach für Songwriter. Die österreichische Band „facelift“ hat dies allerdings zu ihrem Spezialgebiet erklärt und beweist mit ihrem neuen Album „Whom do you see?“, welches am 13. April erscheint, dass sie es immer noch drauf haben. 

Das mittlerweile sechste Werk der aufstrebenden und talentierten Band hat vieles zu bieten. Und auch wenn die Songs häufig sehr fröhlich klingen, haben sie einen ernsten Hintergrund. 

Thematisch handelt der Longplayer zwar vom alltäglichen Leben, was allerdings auch ungenutzt vor sich hin streifen kann. Eigene Erfahrungen, wie die Geburt der Tochter Ylvie von Sängerin Andrea Orso oder auch der Tod der Mutter des Gitarristen Clemens Berger, fließen ebenso in die Texte mit ein.

Zudem beschreiben die Künstler, wie lediglich zwei Telefonate ein Leben verändern können. Es geht um verpasste Träume, verpasste Liebe, um Einsamkeit, Alkoholismus und wie es ist, sich selbst fremd zu werden. Harter Toback, möchte man meinen. Doch im rockigen Sinne zeigen Facelift den Weg auf, trotz all der schlimmen Seite des Lebens niemals den Mut zu verlieren und dass man immer die Chance hat, sein Leben ins positive zu wandeln. Und dass es etwas gibt, das größer ist. Größer als man selbst.

Musikalisch ist „Whom do you see?“ sehr gut ausgearbeitet und handwerklich perfekt. Neben herausragenden Texten gibt also auch was anständiges auf die Ohren.

 

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