Albumcheck | Under the no sky von Super 700

ENDLICH! Mit Spannung habe ich die Veröffentlichung des neuen Albums „Under the no sky“ von Super 700 erwartet. Mir persönlich war die Band, welche schon seit 2003 besteht, komplett unbekannt. Doch,…suprise…., es gefällt, was ich da so höre. Nach mehr wöchigem Ohrwaschgang wundert es mich, warum eine so hochklassige Musik noch nicht den Olymp der Charts gestürmt hat. 

Denn das was Super 700 darbieten, ist wirklich einzigartig und gehört sicherlich nicht in die Schrottpresse. Mit „Under the no sky“ liefern Super 700 nun ihr drittes Album ab. Nachdem die Band bei den letzten Alben Erfahrungen mit den Produzenten Gordon Raphael (Strokes, Regina Spektor) und Rob Kirwan (U2, PJ Harvey) gesammelt hat, wagten sie  sich nun das erste Mal “Under The No Sky” ihre Platte komplett selbst zu produzieren, aufzunehmen und zu mischen.

Ein Aufwand, der sich mehr als gelohnt hat. Super 700 ist für mich DIE Band, die mich in diesem (noch jungen) Jahr am meisten beeindruckt hat. Man kann gar nicht glauben, dass es sich um Musik aus deutschen Landen handelt. Eine solche Qualität erwartet man eigentlich von amerikanischen Bands, die schon mehr als zwanzig Jahren Bühnen-Erfahrung hinter sich haben.

Positiv überrascht spielten sich Super 700 mit ihrer Mischung aus melancholischachneindochnichtklingtirgendwiehoffnungsvollundtrotzdemgenialen Songs in mein Herz. Scheiß auf positive oder negative Stimmung. „Under the no sky“ bläst einem die Rübe weg, verzaubert mit seiner Vielfalt, bleibt nachhaltig im Gedächtnis.

Schon allein die Sängerin Ibadet Ramadani sorgt dafür, dass einem die Spucke weg bleibt. Großes Kino! Zugleich klingen Super 700 sehr erwachsen. Ehrlich und klar , bekennend und beschwörend und mit mehr Raum zum Atmen. Die Syntheziser sind mittlerweile echten Streichern und Chören gewichen. Die Musik schöpft Kraft aus Einfachheit ohne darin unterzugehen oder sich zu verlieren. Weg von einer hoch produzierten Pseudo-Authentizität, die ja in der letzten Zeit des Öfteren anzutreffen ist.

Hier regiert das Herzblut. Zudem integriert  “Under The No Sky” mühelos verschiedene Einflüsse.

Einfach toll, bombastisch, genial, brilliant oder was auch immer es für Adjektive gibt, um dieses Werk zu beschreiben.

KAUFBEFEHL! Die Scheibe MÜSST ihr haben!

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