Albumcheck | The Streets are Black von Timid Tiger

Schwarze Straßen wohin das Auge reicht? Treibende Gitarren treffen auf energetische Drums und den exotischen Sound der Nadaswaram – einem in der südindischen Tempelmusik geläufigen Doppelrohrblattinstrumntes. 60s Rock trifft auf Hip-Hop Chic. Timid Tiger sind zurück!

Lange hats gedauert. Nun steht das dritte Werk der Musiker in den Läden oder ist digital zu erwerben. Im Vergleich zu den vorherigen Alben kommt „The Streets are black“ doch sehr entspannt rüber und wirkt erwachsen.

Womit könnte dies zusammenhängen? Es mag vielleicht an der neuen Besetzung der Band liegen. Außerdem haben Timid Tiger ihr eigenes Label Papercup Records gegründet und stehen ab sofort nicht mehr bei Sony/Columbia unter Vertrag. Ein eigenes Label hat immer entscheidende Auswirkungen auf die künstlerische Vielfalt von Künstlern. Man kann sich frei von Zwängen bewegen.

„Es ist schon ein gutes Gefühl, wenn man wieder selbst entscheidet, was passiert“, beschreibt Sänger Keshav den Prozess. Zudem behauptet er, das neue Werk würde sich wie ein Debütalbum anfühlen.

Wir waren also gespannt wie ein Flitzebogen, als die ersten Töne des neuen Longplayers erklungen. Und schon der Titeltrack brilliert als Opener und setzt die neu erworbene künstlerische Freiheit gekonnt in Szene. So spielen sich die Guys durch sämtliche Genre. Hauptsächlich fungiert Rock und R’n’B als Grundstoff der musikalischen Mixtur.

12 Gänge verführen den Musikgourmet mit gutem Geschmack. Obwohl sich die Band musikalisch weiterentwickelt haben, verfügen sie noch über ihren altem Charme. Ein bisschen Sonne im Herzen, ein wenig Beach Boys und zahlreiches modernes Musikbeiwerk schmücken den neuen Longplayer „The Streets are black“, welcher von nächtlichen Straßen erzählt.

„The Streets are black“ ist richtig schick geworden.

 

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