Albumcheck | The Lateness Of The Hour von Alex Clare

AlexClare_Albumcover_TheLatenessOfTheHour

Die Musik von Alex Clare verbindet Soulelemente mit Dubstep. Bekannt wurde der Brite u.a. durch Werbespotsong für den Windows Internet Explorer 9 „Too Close“ und konnte damit innerhalb weniger Tage den ersten Platz der iTunes-Charts erreichen. Da liegt die Messlatte natürlich hoch, wenn man ein Album veröffentlicht. 

Das Erstlingswerk des begabten Künstlers nennt sich „The Lateness Of The Hour“ und ist am 20. April auf Universal erschienen. Die Eckdaten hätten wir also geklärt. 

Neben „Too Close“ fällt beim ersten Durchlauf das Cover „When Doves Cry“ auf. Das Original stammt aus der Feder von Prince und konnte insgesamt fünf Wochen den ersten Platz der amerikanischen Billboard-Charts für sich beanspruchen. Auch in der modernen Fassung von „Romeo und Julia“ (William Shakespeares Romeo + Julia) mit Leonardo Di Caprio und Claire Daines kam der Song besonders zur Geltung.

Interessant ist der Lebensweg von Alex Clare. Schließlich ist er gelernter Koch.Schon immer hatte er eine starke Affinität zur Musik, spielte in diversen Schulbands mit und entschied sich irgendwann dann doch der Musik treu zu bleiben. Unter dem Namen Alexander G. Muertos in den Gefilden von London als Singer und Songwriter bekannt, fiel er unentwegt durch seinen eigenen Stil auf, den er auf Demobändern fest hielt.

Dann ging alles ganz schnell. Er wurde entdeckt und hatte die Möglichkeit mit den Produzenten Diplo und Switch in New Orleans zu arbeiten. Gesagt, getan. Das Ergebnis: „The Latness Of The Hour“. Die Scheibe wurde bereits im letzten Jahr in UK veröffentlicht und schwappt nun auch endlich zu uns rüber.

Mit der ersten Werbespotaustrahlung war es dann mit der Ruhe für den Briten ganz vorbei. Und da sind wir nun, mit einem Album, welches sehr facettenreich ist und durch gute Leistung überzeugt.

Alex Clare kann die verschiedenen Sounds mit einer gewissen Leichtigkeit einem breitem Publikum näher bringen. Das zwölf Song starke Werk überzeugt mit starken Hooks und einer würzigen Note verschiedener Genre-Mixes. Passend dazu die Stimme. Teils melancholisch, dann leidend und dennoch fröhlich. Bleibt zu hoffen, dass Alex Clare keine Eintagsfliege bleibt.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.