Albumcheck | Stick To Your Guns: Diamond

Hardcore. Aber nicht so der vonne Achtziger, sondern etwas neuer. Stick To Your Guns, seit fast einem Jahrzehnt im knüppelharten Geschäft, haben ihr neues Opus geschaffen, es erscheint am 27. April in den Läden und  nennt sich „Diamond„.

Was aus den Lautsprechern tönt, ist vergleichsweise melodiös, ohne deswegen unrabiat zu sein. Der (etwas gequält klingende) Gesang, aber auch das Shouting des Vokalisten Jesse Barnett lässt zu, dass man die Texte verstehen kann. Das macht Sinn.

Denn die fünf Kalifornier von Stick To Your Guns haben  einiges mitzuteilen, was ihnen nicht am Arsch vorbeigeht! Zum Beispiel, dass irgendwelche Fanatiker in den USA einen Siebzigjährigen gesteinigt haben, weil er schwul war und in der Bibel steht, man müsse das tun. Nur mal so als Beispiel.

Einsprengsel gesprochenen Textes sind jedoch keine allzu neue Idee, und zu häufig angewendet wirkt dieses Stilmittel irgendwann eher manieriert als kreativ. Macht aber nichts. Übrig bleibt immer noch ein in jeder Hinsicht engagiertes Album melodiösen Hardcores, der seinesgleichen sucht.  Auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass der nach gefolterter Stahlfeder klingende Bass etwas mehr durchblitze.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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