Albumcheck | Psychedelische Trance – NAAM: The Ballad Of The Starchild

Naam. Ein fast krautrockiger Bandname. Oder Siebziger. Und genauso kommt die Mucke über, die die vier Herren aus Brooklyn zusammenkloppen. Kalifornisch angerauchte Späthippiemusik.

The Ballad Of The Starchild ist eine EP mit fünf Titeln darauf und folgt mit etwas Abstand dem selbstbetitelten Debütalbum „Naam“ von 2009. Hat sich das Warten auf das am 8. Mai erscheinende Werk denn gelohnt?

Die Antwort lautet: Teilweise ja. Die deprimierende Weltuntergangsstimmung zu Beginn der Scheibe wandelt sich später zu einer allgemeinen, aber weniger bedrückenden Schwermut, und die anfängliche Monotonie löst sich nach den ersten beiden Titeln auch wenigstens zum Teil, wenn beispielsweise in „History’s Son“ mit Sitar-Einsatz und damit indisch angehauchtem Space-Sound etwas mehr Leben in die Musik zu kommen scheint.

Das Titelgebende Stück „The Starchild“ wiederum ist ein klassisch-psychedelisch langes Opus von fast elf Minuten. Da hätten NAAM einiges versieben können, denn lang kann eben auch langweilig bedeuten. Dies allerdings ist der mit Abstand aufregendste Track, der die „Alten Zeiten“ wieder aufleben lässt, an Endlosversionen von den Free, UFO und schlachmichtot. Episch ausgebreitet und variantenreich.

Das „Exit Theme“ leitet dann das Ende ein. Nicht das heraufbeschworene Ende der Welt, aber immerhin der EP.

Wer Siebziger mag, wer Hippie-, Kraut-  und Stonerrock mag, wer Hawkwind, UFO, Free, Can und so weiter mag, dem könnte die Scheibe jedenfalls gefallen.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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