Albumcheck | Let it come, let it go von Babylove & The Van Dangos

Ob wankelmütig oder nicht. Auch wenn man dem Genre Ska nicht unbedingt so zugegriffen ist, kommt man dennoch nicht darüber hinweg einer erfolgreichen Band aus diesem Genre zu begegnen. Sie nennen sich „Babylove & The Van Dangos“ und gründeten sich bereits im Jahr 2004.

Nichts wildes also, würden sie nicht dem dänischen Kopenhagen entstammen.  2005 veröffentlichten sie alsbald ihr erstes Album „Run Run Rudie“ auf Lovers Choice Records und gabe es im Jahr später in einer U.S.-Version auf Megalith Records heraus.

Zugleich erschien zwei Jahre später der Longplayer „Lovers Choice“ . 2011 folgte das dritte Album „The Money & The Time“. Im Songwriting scheinen die Kopenhagener ziemlich fleißig zu sein, denn für den 27. April ist bereits ihr viertes Album „Let It Come, Let It Go“ geplant.

Nun gut, man muss dazu sagen, dass „Babylove & The Van Dangos“ eher eine Mischung aus Ska, Reggae und Rocksteady spielen. Also nicht nur den reinen Ska. Zudem finden zahlreiche Einflüsse wie Blues, Doo Wop und Soul den Weg in das Songwriting der Band.

Ferner haben Babylove & The Van Dangos schon mit Szenegrößen wie Doreen Shaffer, Victor Rice, Chris Murray oder Coolie Ranx von den Toasters zusammen gearbeitet.

Umso gespannter waren wir auch, das edle Digipack in den Händen zuhalten, dessen skurile Fantasiefiguren einem doch schon ein wenig Angst einjagen können. Die CD ziert dann auch noch ein gefährlich aussehender Tiger. Selbstverständlich in gemalter Version. Doch in der Realität gibt es den Tiger ebenso, den haben die Künstler nämlich adoptiert.

Neben Genretypischen Sound veredeln die Jungs ihren Retro-Style. Ein ungewöhnliches Storytelling gibt einen vielseitigen Einblick in die Parallelgesellschaft von Badehäusern, ausartenden Kellerparties und in die Einsamkeit staubiger Landstraßen.

Soweit so gut. Musikalisch und literarisch ist das Werk schon einmal ganz oben auf, hat allerdings den Fehler, dass es manchmal recht eintönig werden kann. Es läuft zu versinken, ohne dabei einen Eisberg treffen zu müssen. Dennoch sehr solide.

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