Albumcheck | Draugr: De Ferro Italico

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Draugr. Die skandinavischen Totengeister. Es klingt auch sehr nach nordischem Black Metal, ihr Album… Doch sind die Schwarzen Männer Italiener.

Das Album „De Ferro Italico“ ist zwar schon im vergangenen Jahr erschienen, doch mogelte es sich doch noch auf den Plattenstapel mit neuem Release-Date, dem 11. Mai. Klingt der Bandname Draugr schlimm nach Tod, Schrecken und Verwesung, kønnte des Albums Titel auch von alten Römern sein.

Die Musik könnte angenehm böse sein, wäre sie nicht durchsetzt mit jenem nervtötenden Gefiedel, welches man gemeinhin für „mittelalterlich“ zu halten pflegt, immerhin wenigstens entfernt erinnert an manche Tanzmusik des Hochmittelalters, Kneipengeräusch und teilweise recht albern wirkenden Tierlauten.

Diese Effekte nutzen sich durch Wiederholung ohne Variation schnell ab. Und Track Numero Tres, „L’Augure e il Lupo“, klingt recht vertraut. Nach der Filmmusik zu „Fluch der Karibik“.

Schade, denn ohne dieses abgeschmackte Pseudomittelaltergedudel und Tiergejaule wäre die eigentlich ganz brauchbare Grundsubstanz vielleicht angemessen zur Geltung gekommen.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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