Albumcheck | 24Pesos: When The Ship Goes Down

Nun ist es zwar nicht so, dass 24Pesos den Blues neu erfunden hätten, das nicht. Doch setzen sie das Werk fort von Legenden wie Captain Beefheart, Luther Allison, den Blues Brothers und etlichen weiteren Helden.

Die Musik auf dem mittlerweile dritten Album „When The Ship Goes Down“ ist bluesig, funky und versetzt mit einem kräftigen Schuss Soul und behandelt -natürlich- die klassischen Motive von Weibern, Eifersucht und Alkohol, sowie den Blues als solchen. Und wenn man gerade zu glauben beginnt, den gerade laufenden Titel irgendwo schon einmal gehört zu haben, erschüttern die vier Briten diesen Glauben schwer: mal sprengt ein kurzer, aber heftiger Einwurf völlig anders und härter klingender Motive das sich gerade entwickeln wollende Klischee, oder aber man wechselt einfach mitten im Song die ganze Richtung.

Sämtliche Stücke auf „When The Ship Goes Down“ sind aufwändig durchgearbeitet. Da wird nicht einfach irgendwie eine Folge irgendwelcher Akkorde geschrabbelt oder ein tiefes E als Grundton stumpf mehrere Takte lang gezupft. Der Blues von 24Pesos ist polyphon, nichts zu können reicht da nicht.

Einzig ein Titel („Tryin‘ To Get Back To You“) hat einige Längen, doch kann dies den Gesamteindruck nicht schmälern.
Nein, etwas Neues kommt mit „When The Ship Goes Down“ nicht wirklich- aber wie das, was kommt, kommt, kommt gut!

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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