Albumcheck | Phoenix Rising / Fire & Ashes: MMXII

Power Metal – das bedeutet Härte, Männlichkeit und viel Pathos. Die spanische Truppe „Phoenix Rising / Fire And Ashes“,  die sich bis vor kurzem „Quinta Emienda“ (Fünfte Änderung) nannte und spanisch textete, hat diese.

Das passend zum Erscheinungsjahr mit MMXII betitelte erste Album unter neuem Namen und auf englisch (auch auf spanisch erhältlich in limitierter Bonusversion) schwitzt geradezu von der Kraft eingeölter und angespannter Muskelpakete.

Der exzellent und differenziert abgemischte Longplayer der fünf spanischen Metaller ist saftig, ja, er trieft gar manchmal vor Schmalz. Passagen, die sich klanglich an die Carmina Burana von Carl Orff anlehnen, die Filmmusik von „Der Herr der Ringe“ oder auch an „Theli“ von Therion sind manchmal auch etwas „too much“ und stoßen etwas auf. Während ausgerechnet  eine schnulzige und keyboardlastige Ballade namens „My Love Still Remains“ einiges herausreißt.

Das Werk ist pompös, wie es sich für Power Metal gehört, doch sticht es leider nur wenig heraus. Die einzelnen Titel sind zwar durchaus nicht uninteressant, doch bis auf wenige Ausreißer wie „My Love Still Remains“ und das elfminütige Abschlussstück „Nova Era„, eingeleitet mit Cembalo- oder Spinettklängen und viel klanglicher Abwechslung wirkt das Album weniger spektakulär als es zu klingen versucht. Genannte Titel dürften ein breiteres Publikum ansprechen als der doch etwas sehr spezifische Rest.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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