Haight Ashbury veröffentlichen ihr neues Album „Haight Ashbury 2: The Ashburys“

„Die beiden Sängerinnen, von einem talentierten Gitarristen unterstützt, klingen wie eine neue und verbesserte psychedelische Version von Abba. Die Texte sind großartig, der Gesang ist eindrucksvoll, das Timing ist beeindruckend und sie nehmen die Bühne ein wie eine größere Band mit viel mehr Mitgliedern“ – The Sunday Herald

HAIGHT-ASHBURY sind ein Trio wie „Peter Paul and Mary“, „Crosby Stills and Nash“ und „Motörhead“ (als diese noch gut waren). HAIGHT-ASHBURY klingen jedoch nicht unbedingt so. Sie spielen Sunshine-Pop von der Westküste, angefüllt mit geschlossenen Harmonien und mitreißenden Melodien. Am Höhepunkt sträuben sich dem Zuhörer regelrecht die Nackenhaare.

Wenn man sich ihren grenzwertig-kosmischen Neo-Hippy-Pop anhört, kann man sich vorstellen, dass die Band gerade gegründet wurde, als der Mond im 7. Haus stand und Jupiter mit Mars ausgerichtet war, um das Zeitalter des Wassermanns anzukündigen. Das ist wahrscheinlich nicht ganz falsch. Tatsache ist jedenfalls, dass die besten Freundinnen Kirsty und Jen schon als Jugendliche zusammen in Bands gespielt haben. Eines Nachts traten sie an der Universität Glasgow auf und die anderen Musiker konnten nicht kommen, weshalb Kirstys Bruder Scott an der Gitarre einsprang und die Mädchen sangen. Das war eine großartige Show. Und so gründeten sie eine Band.

„Wir spielten eine Coverversion von den Bangles. Mein Lieblingsgitarrist war Stephen Stills und so wollte ich auch klingen, schöne offene Klänge und geschlossene Harmonien,“ sagt Scott.

Scott hatte den Sommer zuvor mit einem Freund in Amerika verbracht. „Wir blieben bewusst eine Weile in San Francisco. Ich wusste, dass einige meiner Lieblingsband hier Wurzeln hatten. Ich kaufte das erste Jefferson-Airplane-Album „Grateful Dead“. Als wir mit den T-Shirts von Haight Ashbury zurückkamen, war dies nur einer der Namen, die uns vorschwebten. Wir wählten ihn dann nicht aus, weil es unser Sound war, obwohl wir uns letztendlich in diese Richtung entwickelten. Dabei passten wir uns dieser Form leichter an, als wir dachten.“

HAIGHT-ASHBURYs Debüt „Here In The Golden Rays“ wurde im November 2010 veröffentlicht und kam bei Presse und Fans wirklich gut an. Besonders die Titel „Freeman Town“ und „Favourite Song“ wurden in ganz Europa zu Hits im Radio. Hier hatte die Band einige wirklich tolle, heroische Tourneen gespielt und tut das auch weiterhin. Dabei spielten sie auch an sonst von nur wenigen Bands frequentierten Orten. Eineinhalb Jahre lang bauten sie sich eine beträchtliche Gefolgschaft in Europa auf und beendeten das Jahr 2011 mit einer ausverkauften Show auf dem weltberühmten „Les Transmusicales Fesival“ in Rennes.

Und obwohl ihr erstes Album wirklich großartig war, ist „Haight Ashbury 2: The Ashburys“, das am 7. Mai bei Lime Records erscheint, sogar noch besser. Es ist ein erstklassiges, starkes Pop-Album von einer unglaublichen neuen Pop-Band. Wahrhaftiger Pop, mit Wurzeln in den 60ern und Songs, die tatsächlich von – naja – Pop-Künstlern gecovert werden könnten. Die Art von Songs, die es in die Charts und zu „Der X-Faktor“ schaffen.

„Wir nehmen das einfach als Kompliment. Wir hatten nie vor, diese „alternative“ Band zu sein. Besonders die Mädchen hörten als Jugendliche Pop wie alle anderen. Als ich begann, mich für Musik zu interessieren, hörte ich die Songs, die in den Charts waren. Nirvana war eine der ersten Bands, die ich mochte, und sie verwenden viele Pop-Melodien. Die psychedelische Komponente nahmen wir für die Tonstrukturen hinzu. Aber es ist leicht, einen 10-minütigen psychedelischen Song zu schreiben, der keine Melodie hat. Wichtig ist, dass er eingängig ist, “ sagt Scott.

HAIGHT-ASHBURYs Ruf, eine Folk-Band zu sein, wird mit dem Album „Haight Ashbury 2:The Ashburys“ endgültig widerlegt. Eine der ersten Bands, die Scott mochte, war „Jesus and Mary Chain“, und man hört definitiv, dass sich dieser Kurzschluss erzeugende Acid-Punk-Einfluss in den Sound eingeschlichen hat. Besonders genial ist der Wechsel zwischen Lieblichkeit und Licht und etwas Düsterem und Stärkerem – einer degradierten Psychedelia – in der begrenzten Dauer von nur einem Song. Der Eröffnungstitel „Maastricht (A Treaty)“ mit seinen dunklen, verzerrten Sitar-Klängen und diesen perfekten Mädchenstimmen klingt schon fast feierlich und lässt sich wohl irgendwo zwischen der Partridge Family und der Manson Family ansiedeln. Die Single Sophomore, ein weiterer wunderschöner Song, der auf die etwas ausgefalleneren Aspekte von Jefferson Airplane zurückgeht, sowie der fantastische ! Song Freelove rufen vage Bilder hervor: Kreistänze im Golden Gate Park, Jugendliche stecken Blumen in die Waffen der Nationalgardisten und chemisch unterstütztes California-Dreaming.

Es handelt sich jedoch nicht nur um Musik zum „Ausflippen“. Der Abschlusstitel „Love, Haight & Ashbury“ ist stark, traurig und sehr bewegend. Ein Liebeslied, auf den die Carpenters sehr stolz gewesen wären.

Was müssen Sie sonst noch wissen? Nur wenige andere Bands nutzen das Tamburin derzeit so intensiv, wenn überhaupt. Kirsty hörte als Kind beim Zubettgehen immer Joni Mitchells Song „Blue“ auf ihrem Kassettenspieler.

Kurz zusammengefasst handelt es sich also um engelsgleichen Choral, weibliche Folk-Stimmen im Kontrast zu oftmals schwermütiger, düsterer Musik. Die Fülle an großartigen Songs auf diesem Album hat einen französischen Journalisten bereits dazu veranlasst, es als „Shoegaze-Gerüchte“ zu beschreiben.

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