Albumcheck | Guest of Shally: Pathetic Enemy

Seit Anfang des Monats ist es zu haben: „Pathetic Enemy“, das Debutalbum dreier recht junger Männer namens Guest of Shally, die immerhin schon einen Endorsement-Deal und erste Preise und Festivalpositionen erspielten.

Mit zehn Stücken Musik stellen sie ihr können unter Beweis- eine dreiviertel Stunde lassen sie es richtig krachen (ja, ruhigeres hamse auch drauf!).  Ein solides Rhythmus-Fundament liefern Daniel Keil am Schlagzeug, der offensichtlich  einfache Off-Beats und Blasts nicht schätzt und statt dessen auf verzierte, aber dennoch übersichtlich bleibende Schläge setzt, während Jan Kühnlein es entsprechend versteht, seine Linien ebenso kreativ zu gestalten, ohne dabei eine tiefe Klangpampe zu erzeugen.

Die  Gitarre wird von Philipp Hoffmann gewürgt, dessen Stärken eindeutig in den Soli liegen, welche er recht appetitlich darbietet. Auch er verzichtet angenehmerweise auf Übertreibung. Es lässt sich sehr gut hören!

Jedenfalls knüppeln Guest of Shally, in dieser Zusammensetzung erst seit einem halben Jahr  am Start ist, mit sehr viel Energie auf ihre Geräte ein- und zeigen  besonders ihr Talent, wenn sie leiser werden.

Sehr vielversprechend sind sie allemal, so empfehle ich den Erwerb für die Freunde der etwas härteren Töne. Und warte auf die nächste Scheibe.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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