Albumcheck | Wretched: Son of Perdition

Wretched Son of Perdition Victory Records Release: 26 March 2012

[To english version]
Düstere Choräle als Intro für Black- und Death-Metal-Alben zu nehmen ist eigentlich nicht besonders originell. Doch was Wretched zum Einstieg in das neue Album „Son of Perdition“ präsentieren, klingt nach einem Chor verwesender Mönche und erzeugt einen Gruseleffekt, dass man, wäre man in einem Horrorfilm, sich nicht die Augen, sondern die Ohren zuhalten würde vor Angst.

Während der kaltschweißige Hörer noch wartet, dass aus den Lautsprechern Vampire kommen, schwingt urplötzlich eine schädelzertrümmernde Keule aus vertrackten Riffs aus der Düsternis und weckt ihn aus seinen Alpträumen. Von nun an gibt’s keine Atempause mehr!

Die Titel, die zum Teil recht komplex aufgebaut sind, machen Gevatter Tod vom Sensenman zu Leatherface! Bis „Dreams of Chaos“, einer Art Walzer für Wahnsinnige, der regelrecht verwirrt mit fiesen Riffs im Dreivierteltakt.

Dann wäre noch hervorzuheben eine Art intrumentaler Trilogie namens „The Stellar Sunset of Evolution“, die von sanft, aber unheimlich über brutal, schräg und teilweise nahezu jazzig in etwas psychedelisches übergeht, um dann wieder im Metal zu sterben.

Genug geschwafelt. Kauft es!

 

[English Version]
To use dark, cheerless chorals as an introduction of a black or death metal album seem to be not really original- usually! But Wretched present as an appetizer for their new Album „Son of Perdiction“ something like an choir of putrefying monks, creating some kind of horror that, if it was a movie, would let you close your ears rather than your eyes!

While the cold sweating listener is still waiting for vampires coming out of his stereo, suddenly a skull smashing club made of tricky riffs is hitting him and waking  him up from darkness and nightmares.

The mostly complicated tracks make death change from the grim reaper to Leatherface till „Dreams of Chaos“ some kind of waltz for the madmen, irritating you with strange riffs in 3/4.

Further I should feature something like an instrumental trilocy called „The Stellar Sunset of Evolution“, which changes from smooth but creepy to brutal, strange, somehow jazz-like to something psychedelic, to die at last back in Metal.

Enough gibberish. Buy it!

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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