Albumcheck | Kellerkind von Kellerkind

Na, dann geht doch mal zum Lachen in den Keller. Vielleicht trefft ihr dort das Kellerkind und könnt ihm zuhören. Warum sich der Gitarrist und Sänger Sid „Kellerkind“ nennt, liegt einfach daran, dass er sein musikalischen Equipment im Keller stehen hat. Keine Bange, der Sänger hat keine schlimme Kindheit gehabt und wurde in den Keller gesperrt. 

Vielmehr ist der Keller sein Rückzugsort, an dem er ungestört Musik machen kann. Eigentlich ist Sid Sänger der Alternative Glamrock-Band „the pussybats“.

Doch da er nicht nur Songs für die Band geschrieben hat, sondern auch für sich selbst, ist er nun den Weg des geringsten Widerstandes gegangen und hat ne Soloplatte aufgenommen, die den wohlklingenden Namen „Kellerkind“ trägt. Erschienen ist die Scheibe bereits im Januar. Die Songs für das Soloalbum hat Sid innerhalb von zwei Wochen geschrieben. Eine beachtliche Leistung, zumal es sich um die ersten Songs handelte, die der Songwriter in deutscher Sprache geschrieben hat.

Viele werden sich jetzt sicherlich denken: „Ah…das ist doch einfach“. Aber das englische und das deutsche Songwriting unterscheidet sich in wesentlichen Punkten.

Stilistisch verzichtet Kellerkind auf das große Brimborium üblicher überproduzierter Alben. Kellerkind steht für Stimme, Gitarre und Seele. Ganz in der Tradition von Größen wie Johnny Cash, Neil Diamond oder Bob Dylan setzt Kellerkind auf intelligente Texte, die sowohl auch deutsch als auch auf englisch gesungen werden.

Am Mischpunlt saß übrigens Chai Deveraus, der bereits mit Jesus on Extasy zusammen gearbeitet hat. Das Kredo der Produktion: „Einfach einmal das machen, was sich richtig anfühlt“. Herausgekommen ist dabei ehrliche Musik ungewöhnlichen Texten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.