Albumcheck | Infernal Overdrive: „Last Rays Of The Dying Sun“

Ein weiteres Album lässt die Zeit und die Musik des Hard Rock oder Stoner Rock der Siebziger hochleben: Infernal Overdrive lassen mit ihrem auch optisch passend gestylten Longplayer „Last Rays Of The Dying Sun“ die Zeit stillstehen.

Ihr erstes auf Small Stone Recordings veröffentlichtes Werk ist klanglich voll auf diese Richtung gemischt: fuzzy, unsauber, dreckig. So wie damals(R), als noch nichts digital und Rockmusik schmutzig und verboten war. Nostalgie, irgendwie.

Rumors abound that somewhere in the depths of New Jersey time stands still and it is always 1977. (Smallstone)

Zum Zeitstillstand gehört dieser Fuzz. Zum Zeitstillstand gehört lässig dahingerotzte Musik, zu dieser Lässigkeit gehört die Gelassenheit, sämtliche Einstellungen von Instrumenten und Geräten unverändert zu lassen.

Infernal Overdrive

Infernal Overdrive: Mike Bennet, Richard Miele, Keith Schleicher, Marc Schleicher

Zum Zeitstillstand gehört natürlich auch der obligatorische Endlos-Entrückungs-Titel, hier „Motor“, mit fast vierzehn Minuten zum Abtauchen am Schluss des Albums während sich die restliche halbe Stunde auf ganze weitere sieben Songs verteilt. Man kann sich die Typen gut vorstellen in einem Korbsessel zurückgelehnt musizierend, die Kippe im Mundwinkel und neben sich die Pulle Whiskey.

Hervorstechend ist das Schlagzeugsolo von „Electric Street Cred“, bei welchem Drummer Mike Bennett auf die sonst üblichen und daher sehr abgenudelten Geschwindigkeitsdemonstrationen verzichtet und stattdessen die einzelnen Trommeln sprechen lässt.

Leider fehlt ein wenig Abwechslung unter den Titeln. Zu einem großen Teil ähneln sie sich zu sehr.

Schade. Sehr.

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